Kommunale Wärmeplanung
Die Wärmewende ist für das Erreichen der Klimaschutzziele bis 2045 mitentscheidend. Dennoch werden derzeit weite Teile der Versorgung über fossile Energieträger geleistet. Mit der kommunalen Wärmeplanung wird die Grundlage für die strategische Wärmewende auf Ebene der Kommunen geschaffen.
Die kommunale Wärmeplanung besteht aus insgesamt vier Schritten. In der Bestandsanalyse wird die Wärmeinfrastruktur und der Wärmeverbrauch der Kommune untersucht. Anschließend werden räumlich die Potenziale für die erneuerbare Wärmeversorgung identifiziert und im kommunalen Plan ergänzt. Mit diesen Informationen kann ein Zielszenario bis 2045 entwickelt werden. Mit dem Ziel einer klimaneutralen Wärmeversorgung im Fokus wird anschließend eine Wärmestrategie aufgestellt.
Das Fachzentrum Klimaanpassung, Klimaschutz, Wärme und Erneuerbare Energien des LANUK übernimmt für die Wärmeplanung in Nordrhein-Westfalen verschiedene Aufgaben. Dazu zählt die Bereitstellung von Grundlagendaten im Wärmekataster NRW, sowie das Monitoring der kommunalen Wärmeplanung. Zusätzlich nimmt das Fachzentrum Klima NRW die Bewertung der Wärmepläne vor (§7 LWPG). Dafür müssen die Kommunen nach Fertigstellung der Wärmepläne diese an das LANUK übermitteln.
Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen und Dokumente für die Weitergabe der Daten. Darunter zählt das von der Kommune auszufüllende Template und das dazugehörige Begleitdokument, sowie Informationen zu den Dokumenten und Dateiformaten. Weiter unten wird die Möglichkeit beschrieben, die Daten an das LANUK zu übermitteln.
Stand der Kommunalen Wärmeplanung in NRW
Karte zum Stand der Kommunalen Wärmeplanung in NRW. Übersicht der Kommunen, die ihre Wärmepläne beim LANUK eingereicht haben.
(Stand Januar 2026) (c) LANUK
Monitoring der Kommunalen Wärmeplanung in NRW
Um die einheitliche Gesamtstrategie zu evaluieren und ggf. zu validieren wurde das LANUK im Rahmen des LWPG dazu beauftragt ein Monitoring der Kommunalen Wärmeplanung durchzuführen. Dadurch soll es möglich sein Steuerungsbedarfe zu identifizieren, geeignete Maßnahmen abzuleiten und eine Qualitätssicherung zu gewährleisten. Zusätzlich soll das Monitoring als wichtige Informationsquelle für Kommunen dienen. Dementsprechend erstellt das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK) nach § 7 LWPG ab dem Jahr 2025 in einem zweijährigen Turnus einen Monitoringbericht zur Kommunalen Wärmeplanung in NRW. Die im Rahmen des Monitorings geprüften Daten und Dokumente, welche von den Kommunen eingereicht worden sind, dienen hierbei als Grundlage. Mitte Dezember 2025 wurde der erste Bericht zum Monitoring der Kommunalen Wärmeplanung veröffentlicht. Der Bericht steht hier zum Download bereit.
Template und Dokumente
Template
Dateiformate
Datenupload der Kommunalen Wärmepläne
Sind Sie Vertreter*in einer Kommune in NRW und haben die kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen?
Für die Übermittlung der Daten nutzen Sie bitte die Möglichkeit mit einer Mail an waermeplanung@lanuk.nrw.de einen Link zum Upload der Daten anzufragen.
Beachten Sie bitte zuvor die folgenden Punkte:
- Ist das Template vollständig ausgefüllt? → Begleitdokument Template
- Liegen alle geforderten Dokumente und Geodaten in den richtigen Dateiformaten und mit dem richtigen Dateinamen vor? → Für mehr Informationen Dokumente und Dateiformate & Geodaten.
→ Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail mit der Bitte um Weiterleitung eines Links für den Datenupload: waermeplanung@lanuk.nrw.de
Bitte fügen Sie keine Daten oder Wärmepläne als Anhänge an die Mail.
Prüfprozess zur Bewertung der Kommunalen Wärmepläne
Teil des gesetzlichen Auftrags des LANUK nach Landeswärmeplanungsgesetz NRW ist die Prüfung der eingereichten Wärmepläne. Für Kommunen mit mehr als 45.000 Einwohnenden erfolgt eine Stellungnahme. Der abgeschlossene Wärmeplan muss drei Monate nach dem Beschluss im Rat zusammen mit Geodaten, Karten und dem ausgefüllten Template von der Kommune beim LANUK eingereicht werden.
Was wird u.a. geprüft?
Die Bewertung eines Wärmeplans erfolgt nach drei zentralen Kriterien:
- Vollständigkeit – Sind alle geforderten Dokumente, Geodaten, Karten und das LANUK-Template vorhanden und vollständig?
- Plausibilität - Ist die zeitliche Abfolge des Reduktions- und Transformationspfads nachvollziehbar und schlüssig dargestellt? Werden die Ergebnisse der Bestands- und Potenzialanalyse bei der Aufstellung des Zielpfads ausreichend berücksichtigt?
- Umsetzbarkeit – Wurde auf Basis der regional vorhandenen Potenziale ein sinnvolles und effizientes Zielszenario entwickelt? Sind die Maßnahmen realistisch und innerhalb des vorgesehenen Zeitrahmens umsetzbar

Die Stellungnahme des LANUK:
Für Kommunen über 45.000 Einwohner:innen bewertet das Fachzentrum Klima den Wärmeplan und gibt nach Abschluss der Prüfung eine Stellungnahme ab. Zentrales Element ist die Formulierung von Hinweisen und Handlungsempfehlungen für die Fortschreibung des Wärmeplans. Mit der Stellungnahme verfolgt das LANUK das Ziel die Kommunale Wärmeplanung zu stärken, die Kommunen zu unterstützen und weitere fachliche Expertise in den Prozess mit einzubeziehen.


